Worum geht es?
Die Teilnehmenden an der MV vom 25. Februar erinnern sich: Gegen Ende der Versammlung wurde kurz über den Lehmputz informiert. Dies auf Wunsch seitens der Mitglieder in einer früheren MV. Was leider etwas zu kurz kam, war die Information über das Umfeld, in welchem sich diese Diskussion bewegt. Darum wird das Thema erneut aufgegriffen und breiter diskutiert. Dieser Text dient der Vorbereitung auf die Mitgliederversammlung am 25. Mai 2011, an welcher wir nochmals vertieft informieren und im Nachgang eine Konsultativabstimmung auf dem Web durchführen werden. Hier geht es zur Umfrage (Anmeldung als Mitglied nötig!)

Ein zentraler Punkt ist, dass der Lehmputz an den Innenwänden ein Reserveposten in der Höhe von rund Fr. 600'000.- darstellt. Das bedeutet, dass wir gegen Ende der Bauphase entscheiden, ob wir diesen Putz aufbringen oder die Wände «nur» spachteln und weiss streichen. Als Grundlage für diese Entscheidung dient einzig das ausgegebene Geld: Wurde das Budget nicht ausgeschöpft, wird der Reserveposten realisiert - haben wir überzogen, so können wir mit diesem Posten eine Verteuerung der Mieten abwenden. Wir sprechen also von einer offen ausgewiesenen Reserve (im Budget sind sonst keinerlei Reserven eingeplant).
In verschiedenen Gremien ist nun eine kontroverse Diskussion entstanden, ob denn der Lehmputz dem Wunsch der zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohnern entspricht. Es könnte ja sein, dass die grosse Mehrheit andere Ausbauten wichtiger als den Lehmputz erachtet. Darum haben wir in der Baukommission eine Liste zusammengestellt, welche anderen Möglichkeiten es gäbe, um die Fr. 600'000.- abzubilden. Im Speziellen wäre es ja auch wünschbar, mehrere kleinere Reserveposten zu haben, so dass wir wenigstens einen Teil davon realisieren könnten.
Hier die möglichen Reserveposten im Überblick:
- Lehmputz an Innenwänden
- Lammellenstoren an den Ostfassaden
- Elektrische Storenantriebe anstelle Handkurbeln
- Multimedia-Installation in allen Wohn- und Schlafräumen
- Metallküchen (z.B. Forster)
- Dächer für Veloabstellplätze
Ablauf
An der MV vom 27. Mai 2011 werden wir euch nochmals eingehend über alle Reserveposten informieren. Ihr könnt da auch Fragen stellen und miteinander diskutieren. Im Nachgang zur MV werden wir auf unserer Website im internen Bereich eine konsultative Umfrage aufschalten, in welcher sich alle Mitglieder (auch solche, die an der MV nicht anwesend waren) eine eigene Reservepostenliste zusammenstellen können. Auf Grund eures Feedbacks wird die Baukommission entscheiden, wie sich die Reservepostenliste zusammensetzen wird.
Die Posten im Detail
| Lehmputz an Innenwänden |
Anstelle des Lehmputzes würden die Wände gespachtelt (Schraubenlöcher und Stösse) und weiss gestrichen. Die Anmutung entspräche einer weissen Gipswand.
Vorteile Lehmputz:
- wohnliche Optik und Haptik
- wahrnehmbar natürliches Material
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Fr. 626'000.- |
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Lamellenstoren an den Ostfassaden
(EG bis und mit 4.OG, Attika hat Storen West + Ost)
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Im Budget sind nur an den Westfassaden Lamellenstoren vorgesehen. Unser Haus ist zur Nord-Süd-Achse leicht gekippt, so dass die Ostfassade nach Ost-Nord-Ost schaut. Darum hat die Baukommission es für verantwortbar gehalten, die Storen im Osten wegzulassen. Gemäss Aussage des Bauphysikers ist der Wärmeeintrag durch die Sonne trotz akgekipptem Bau immer noch erheblich.
Vorteile:
- Gleichberechtigung der Kleinwohnungen Ost gegenüber Kleinwohnungen West
(Klein-Wg. liegen nur nach Ost oder nach West)
- Schutz vor Sonneneinstrahlung am Vormittag
- Verdunklungsmöglichkeit
- Erwarteter Ausbaustandard in diesem Preissegment
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Fr. 128'000.- |
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Elektrische Storenantriebe anstelle Handkurbeln
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Im Budget sind die Storen mit Handkurbeln ausgerüstet. Mit diesem Posten würden die Kurbeln entfallen und mit einem Motor und einem einfach Auf/Ab-Schalter ersetzt.
Vorteile:
- erhöhter Komfort bei raumhohen Fenstern
- einfachere Handhabung speziell für ältere und behinderte Menschen
- höhere Lebensdauer der Mechanik gegenüber Kurbelantrieb
- keine mechanisch, schwierig abzudichtende Durchführung in der
Fassade (Wärmebrücke, Pfeifgeräusche)
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~Fr. 130'000.- |
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Multimedia-Installation in allen Wohn- und Schlafräumen
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Im Budget wird nur ein Raum (üblicherweise die Wohnküche) mit einer Dose für TV, Radio, Telefon und Internet ausgerüstet. Alle anderen Räume haben eine Leerdose und -rohre vom Verteilerkastern (gute Nachrüstmöglichkeit).
Vorteile:
- in allen Räumen Anschlussmöglichkeiten für Telefon, TV und Computer
- kein Kabelsalat von Raum zu Raum
- keine Wireless-Funkeinrichtungen notwendig
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Fr. 175'000.-
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Metallküchen (z.B. Forster)
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Im Budget sind Küchenfronten in Kunstharz vorgesehen. Eine verbindliche Offerte von Forster ist noch ausstehend.
Vorteile
- stapazierfähigere Küchenfronten
- längere Lebensdauer
- höhere Wertigkeit und Ästhetik
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Fr. 245'000.- |
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Dächer für Veloabstellplätze
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Die 5 Veloständer, welche im Durchgang zwischen unserem und unseren Nachbargebäuden stehen sind ohne Dächer budgetiert. Eine Überdachung drängt sich auf, lässt sich aber auch gut nachrüsten.
Vorteile:
- Schutz der Velos vor Regen und Schnee
- gedeckte Veloabstellplätze aussen werden besser genutzt
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Fr. 80'000.-
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