Giesserei Gesewo

Zusammenfassung SmartMetering, Glasfaseranschluss und Elektrobiologie Drucken
  

Für alle, die den Informationsabend verpasst haben, hier die wichtigsten Fakten rund um die elektrische Installation in der Giesserei.

Glasfaseranschluss

Logos der Provider

Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Kommunikationsverkabelung in einem Mehrfamilienhaus mit Koaxialkabel für Radio und TV, 2-Drahtleitung fürs Telefon und evtl. ADSL gibt es bei uns «nur» 4 Glasfasern pro Wohnung, die in den Keller zum Verteiler führen. Das ist nicht nur ressourcenschonend (kein Kupfer, keine speziellen Isolationsmaterialien) und preiswerter, sondern sichert auch unsere kommunikative Zukunft: Glasfasern sind um ein vielfaches leistungsfähiger als Kupferdrähte, was die Datenmenge pro Sekunde anbelangt.

Der «Sicherungskasten» in der Wohnung ist ein bisschen grösser als sonst. So hat dort ein kleines Kistchen Platz, das die Signale der Glasfasern umsetzt in Anschlüsse für ein analoges Telefon oder den Ethernet-Anschluss für das Internet. Auch für den alten Fernseher oder das Radio gibt es Anschlussmöglichkeiten.

Der ganz grosse Vorteil: Alle können in ihren Wohnungen selbst wählen, mit welchem Anbieter telefoniert oder übers Internet gesurft werden soll. Mit einem Anbieter bin ich sogar schon im Gespräch: Er würde ein spezielles Angebot unterbreiten, wenn er alle Haushalte in der Giesserei mit Internet versorgen dürfte. Das wird sicher Thema an einer der nächsten MV sein...

Die rechts stehenden Logos zeigen mögliche Anbieter von Telefon-, Internet- und TV-Diensten.

 

 

Smart MeteringSmart Metering - intelligente Energiezähler

Wie alle wissen, die schon länger dabei sind: Wir sind fast überall Pioniere. Das größte Holzhaus der Schweiz, die erste autofreie Siedlung im Grossraum Zürich, die grösste selbstverwaltete Siedlung in der Schweiz und und und... Selbstredend, dass wir offen dafür sind, zusammen mit Stadtwerk bei einem Pilotprojekt für Smart Metering mitzumachen. Neben dem Stromverbrauch messen diese intelligenten Zähler auch Heizenergie- und Warmwasserverbrauch. Alle Bewohnenden können in Echtzeit ihren Energieverbrauch anzeigen. Dies ermöglicht den gezielten Einsatz von Haushaltgeräten und die Reduktion von Standby-Verbrauch. Wer sich nicht für seinen Energieverbrauch interessiert, profitiert von der vereinfachten Rechnungsstellung durch Stadtwerk: Das aufwändige Aufteilen der Heizkostenabrechnung durch die Gesewo entfällt komplett - hier können wir Verwaltungskosten sparen.

Nach Abschluss der Pilotphase verbleiben die Zähler in unseren Kellern. Es wird sich zeigen, ob Stadtwerk die Dienstleistung weiterhin ohne Aufpreis erbringen wird, oder ob dannzumal ein Obulus zu entrichten ist. Roland Kiefer meinte, dass aus heutiger Sicht auch in Zukunft die Smart Metering Dienste kostenlos seien, schliesslich werden spätestens in 10 Jahren alle Haushalte damit ausgerüstet - also eine Selbstverständlichkeit - sein.

Im Bild rechts seht ihr eine mögliche Darstellungsart auf einem Tabletcomputer.

 

 

 

Elektrobiologie

Beispiel: Steckdose unter der Decke

Weil ein Teil der Menschen auf nichtionisierende Strahlung von elektrischen Leitungen sensibel ist, hat unser Elektroplaner darauf geachtet, dass alle möglichen Schlafstellen elektrosmogfrei sind. Konkret sind alle stromführenden Leitungen mindestens 1m vom Bett entfernt. Alle Leitungen sind im Boden geführt, so dass nur der «eigene Elektrosmog» ins Gewicht fällt. Auf diese Weise kann auch auf die Stromfreischalter verzichtet werden. Diese werden normalerweise bei Sanierungen nachgerüstet, wenn die Leitungen in Wänden und Decken nicht mehr verändert werden können.

Alfred Rüegg weist speziell auf folgende Punkte hin:

  • Auf DECT-Funktelefone verzichten
  • Möglichst wenige Trafos verwenden
  • Verlängerungskabel sparsam und sinnvoll einsetzen (idealerweise mit Leuchtschalter)
  • Keine Geräte im Standby betreiben
  • Computer ohne Funkausstattung (WLAN, Bluetooth, HDSPA)

Deckenlampen können an den Steckdosen angeschlossen werden, welche 20cm unterhalb der Decke an den Wänden angebracht sind. Nebenstehendes Bild illustriert diese Möglichkeit in einem Zimmer meiner jetzigen Wohnung. Das Kabel wird sichtbar von der Dose zur Lampe geführt. Sollte also der Nachbar oder die Nachbarin in der Wohnung darüber elektrosensibel sein, so könnte die Leitung allenfalls anders gelegt werden.

 

 

Danksagung

An dieser Stelle möchten wir uns nochmals ganz herzlich bei den Referenten von Stadtwerk, EGO, Arba Bioplan und Swisscom bedanken: Namentlich bei Roland Kiefer, Michael Tobler, Kurt Hillmann und Alfred Rüegg. Sie haben unseren vielen Fragen Red und Antwort gestanden - es war ein spannender Abend!